Positive Bilanz bei der Kreisjugendfeuerwehr

Positive Bilanz und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft prägten die Dienstversammlung der Kreisjugendfeuerwehr. Im Bericht von Kreisjugendfeuerwehrwart Magnus Hammerl zeigten die vorgelegten Zahlen und Berichte eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Nachwuchsarbeit im Landkreis entwickelt.
Deutlich mehr Jugendliche und Kinder aktiv
Die Jahresstatistik für das Jahr 2025 belegt ein erfreuliches Plus beim Feuerwehrnachwuchs:
• Jugendfeuerwehr: In 51 aktiven Gruppen engagieren sich aktuell 750 Jugendliche (496 Jungen, 254 Mädchen) – das ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (661). Insgesamt gab es 223 Neuaufnahmen. Erfreulich ist auch der fließende Übergang in den aktiven Dienst: 75 Jugendliche wurden 2025 in die aktive Feuerwehr übernommen. Seit 2022 verzeichnet die Jugendfeuerwehr damit einen beachtlichen Mitgliederzuwachs von 31 %.
• Kinderfeuerwehr: Noch dynamischer wächst die Kinderfeuerwehr. In mittlerweile 9 aktiven Gruppen (+3 im Vergleich zum Vorjahr) sind 202 Kinder (121 Jungen, 81 Mädchen) aktiv. 18 Kinder konnten bereits erfolgreich in die Jugendfeuerwehr übernommen werden.
Tausende Stunden ehrenamtliches Engagement
Hinter den Erfolgen steht ein enormes ehrenamtliches Engagement der Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer:
• 2.665 Stunden reine Jugendfeuerwehrarbeit wurden absolviert, darunter 979 Übungen mit feuerwehrtechnischer Ausbildung und 574 Veranstaltungen der allgemeinbildenden Jugendarbeit.
• Hinzu kommen 1.846 Stunden zusätzlicher Zeitaufwand für Vorbereitung, Verwaltung und eigene Fortbildung.
Auch die Nachweise des Könnens fielen beeindruckend aus: 62 Jugendliche legten die Bayerische Jugendleistungsprüfung ab, und 353 Teilnehmer absolvierten erfolgreich den Wissenstest (davon 176 Bronze, 83 Silber, 50 Gold und 44 Urkunden). Neben den Übungen prägten Highlights wie das Netzwerktreffen in Kissing, das Lebendkickerturnier und ein Ausflug in den Skylinepark das abwechslungsreiche Jahresprogramm.
Wahlen und personelle Ausrichtung
Im Rahmen der Versammlung stehen turnusmäßig die Wahlen im Kreisjugendfeuerwehrausschuss an. Gewählt wurden anderem Sarah Heigemeir als Schriftführerin, Florian Schallermeir als Kassenwart sowie als Beisitzer Franziska Tremmel , Sarah Trübenbacher und Kathrin Stachon.
Weiter im Amt sind Kreisjugendfeuerwehrwart Magnus Hammerl und seine Stellvertreter Philipp Müller und Marcel Anneser.
Wichtige Fachthemen: Einsatzteilnahme und Schutzkonzepte
Neben Berichten und Wahlen standen zukunftsweisende und rechtliche Themen im Fokus:
• Einsatzteilnahme von 16- bis 18-Jährigen: Es wurde detailliert erläutert, unter welchen strengen Auflagen Jugendliche ab 16 Jahren an Einsätzen teilnehmen dürfen. Klar abgegrenzt wurden Verbotsbereiche Nachteinsätze, Personenrettung über Leitern oder Absperrmaßnahmen im fließenden Verkehr.
• Prävention und Schutzkonzepte: Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Schutzkonzept der Jugendfeuerwehr Bayern. Unter dem Motto „Verantwortung übernehmen, Sicherheit schaffen“ geht es darum, wirksame Schutzstrukturen und klare Verhaltensregeln im Feuerwehralltag zu verankern, um Grenzverletzungen und Missbrauch konsequent vorzubeugen.
Die Kreisjugendfeuerwehr blickt gestärkt auf das Jahr 2025 zurück und sieht sich für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen bestens gerüstet.
Stellvertretender Landrat Manfred Losinger, Kreisbrandrat Christian Happach und der Bürgermeister der Gemeinde Affing, Carlos Waldmann lobten in ihren Grußworten die wertvolle Arbeit der Verantwortlichen in der Nachwuchsarbeit der Feuerwehren und hoben deren gesellschaftlichen Stellenwert hervor.





